Ein Leitfaden zum nondualen Bewusstsein, der der Gesamtheit unseres Erlebens mit Frieden, Weisheit und Liebe begegnet - Wirklich eine Praxis der Freiheit!
Ob es nun Erleuchtung, reine Präsenz oder bedingungsloses Gewahrsein genannt wird - es existiert ein Zustand wahrer Befreiung im Herzen jeder kontemplativen Tradition.
Peter Fenner zufolge muss diese Erfahrung grenzenlosen Bewusstseins nicht abgetrennt von unserem alltäglichen "bedingten" Bewusstsein gemacht werden. Vielmehr können wir lernen, als einzigartige Individuen zu leben und gleichzeitig in der Weite der Einheit mit allem Sein zu ruhen - in einem Zustand, den er Radiant Mind, leuchtender, strahlender Geist nennt. Peter Fenner entwickelte den Radiant Mind Übungsweg als praktische Hilfe, die Hindernisse, denen Übende in unserer Kultur begegnen, zu durchbrechen. Vor seinem Hintergrund aus östlicher Spiritualität und westlicher Psychologie präsentiert Fenner eine präzise, Schritt-für-Schritt-Anleitung zur nondualen Praxis.
Ein klarer Leitfaden für ein Leben "durchflutet von Segen". Ein überaus alltagstaugliches Buch mit sich an jedes Kapitel anschließenden praktischen Übungen, welches uns direkt aus unseren Konditionierungen hinaus in die Freiheit unserer wahren Natur führt.
Reines Gewahrsein führt Sie auf direktem Weg in das Herz der Sache. Einfach in der Herangehensweise, doch tiefgründig in seinen Implikationen, werden diejenigen von diesem Buch profitieren, die sich der höchsten Wertschätzung dessen "Was Ist" öffnen möchten -Peter Russell-
Reines Gewahrsein ist eine brillante postmoderne Umsetzung der buddhistischen nondualen Weisheit. Peter Fenner hat die feinen dekonstruierenden Praktiken, die zehntausende Menschen in Asien befreit haben, adaptiert und in einen effektiven Weg für den Westen verwandelt. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. -Robert Thurman-
Suche nicht weiter nach der Wahrheit, lass einfach deine Ansichten los. (Buddha)
Bestimmt hat der eine oder andere irgendwann schon einmal einen Zustand ganz unbewusst erlebt, in dem die Gedanken stillstanden oder unbeachtet kamen und gingen, Körper und Geist völlig entspannt waren und der Blick unfokussiert in die Weite ging. Man ist dann eins mit sich und der Welt. Doch bald wird man von außen aus diesem Wohlsein gerissen und zurück in die Alltagswelt geholt. Man vergisst, wie glücklich man gerade gewesen ist und denkt nicht weiter darüber nach. Doch der Zustand, den man soeben verloren hatte, ist natürlicher als das, was wir sonst als normale Daseinsform kennen. Der Autor dieses Buches nennt ihn "reines Gewahrsein", andere sprechen vom "reinen Bewusstsein".
Wir könnten weder miteinander reden, noch logisch denken, wenn wir nicht in einer Welt der Begriffe und Abstraktionen leben würden. Doch Begriffe schaffen eine duale Welt, denn zu jedem Begriff gehört auch seine Negation. Da wir meistens keine andere Welt bewusst erlebt haben, glauben wir, dass es nur diese gibt. Wir sehen nicht, dass sie sich eigentlich nur in unserem Kopf abspielt und nicht real ist. Und die reale Welt interessiert sich nicht für unsere Begriffswelt. Sie ist einfach da, auch ohne unsere Klassifizierungen.
Wenn wir nun anfangen tiefer darüber nachzudenken, dann kommen wir auf der Stelle zu Paradoxien. Wir stürzen in gedankliche Wirrnis, denn wie wollen wir zum Beispiel einen Zustand in unserer begrifflichen Welt erklären, der sich ihr gerade entzieht, denn in ihm lösen sich alle Gedankenkonstruktionen in Nichts auf. Lustigerweise denken viele deshalb, dies sei esoterischer Blödsinn. Doch das ist es nicht, denn viele haben es erlebt. Die Meisten unbewusst, nur Wenige bewusst. Fenners Buch zeigt einen Weg, wie man sich diesem natürlichen Zustand wieder nähern kann, um ihn dann, wann immer man will, immer wieder zu erreichen.
Wer keine Erfahrungen auf diesem Weg hat, wird jedoch lernen müssen, dass man nicht ankommt, wenn man es anstrebt. Je mehr man es will, umso weniger wird man es erreichen. Vieles auf diesem Weg ist paradox und scheint unsinnig, weil man immer der Versuchung unterliegt, es verstehen zu wollen.
Fenner geht zunächst auf die paradoxe Natur nicht bedingten (reinen) Gewahrsams ein und erklärt dann, welche Hindernisse es beim Erleben dieses Zustandes gibt. Ein ganz wesentlicher Punkt sind die eigenen Konditionierungen, die man erst einmal selbst überhaupt sehen und beobachten muss, um sie dann loslassen zu können. Fenner beschreibt diese Prozedur sehr ausführlich. Er schlägt dann zwei Wege vor, erstens das "einfache Sitzen" und zweitens das Erreichen einer Beobachtungsposition für sich selbst. In eine solche Beobachtungsposition gelangt man durch einfache Fragetechniken, Koans oder so genannte dekonstruierende Gespräche.
Dekonstruierende Gespräche (die uns ebenso wie Koans aus der dualen Welt verabschieden sollen) sind wie einige andere von Fenners Techniken oft nur mit einem Partner oder in Gruppen durchführbar. Ist man alleine, so erfordern sie sehr viel Disziplin.
Obwohl sich der Autor liebevoll um seine Leser bemüht, ist der Text manchmal nicht einfach lesbar, weil er einerseits immer wieder für die meisten sicher ungewohnt wie selbstverständlich mit Paradoxien arbeitet und die gewohnte Welt der Logik verlässt, andererseits aber auch etwas langatmig ist und nicht sofort auf den Punkt kommen will. Letztlich ist Fenners Buch ein Arbeitsmaterial für den eigenen Weg. Man wird nicht umhinkommen es mehrmals zu lesen.
Fazit.
Ein sehr schönes Buch für Menschen, die sich auf den Weg machen wollen, um die Welt so zu erleben, wie sie eigentlich ist. Wer sich damit noch nicht befasst hat, wird einige Schwierigkeiten beim Lesen bekommen, weil das Buch nicht einfach geschrieben ist. Doch es bietet mehr als andere Bücher konkrete Vorschläge für diesen Weg, die sich von den üblichen doch etwas unterscheiden, und ist daher schon allein deshalb sehr empfehlenswert.